Mit Forex Trading von der Finanzkrise profitieren

Während viele Anleger spätestens seit der Finanzkrise nach sehr sicheren Formen der Geldanlage suchen, interessieren sich auch immer mehr Anleger für besonders renditestarke Finanzprodukte. Da das Zinsniveau in Deutschland aktuell auf einem besonders niedrigen Niveau verläuft und klassische Aktien ebenfalls nur bedingt mit Kursgewinnen glänzen können, stellt der Online Forex- und Devisenhandel für risikofreudige Anleger eine interessante Alternative dar.

Spricht man über den Devisenhandel oder Forex Trading, so sollte zunächst verdeutlicht werden, dass es sich nicht um ein klassisches Investment handelt, sondern um eine Spekulation. Anders als bei einem klassischen Investment werden keine Papiere für das eigene Portfolio erworben. Forex Trader spekulieren vielmehr auf zukünftige Kursbewegungen am Devisenmarkt, was das Forex Trading vergleichbar mit dem Optionshandel macht.

Ein weiteres Merkmal des Online Devisenhandels ist der zeitliche Horizont der Investition: wer als Anleger nach einer langfristigen Geldanlage oder Finanzprodukt für die private Altersvorsorge sucht, ist beim Forex Trading fehl am Platz. Forex Trading funktioniert ähnlich dem Intraday Trading: es ist schnell, volatil und bietet ausgezeichnete Renditechancen. Sowohl Gewinne von mehreren 100% pro Tag sind möglich, es kann allerdings auch der jederzeitige Totalverlust bis zur Höhe der eigenen Einlage drohen.

Forex Broker – Gateway zum Devisenhandel

Um am Devisenhandel teilnehmen zu können, benötigt man ein Handelskonto. Dieses erhält man bei einem sogenannten Forex Broker. Online Broker dürften vielen Anlegern bereits aus dem Handel mit Aktien bekannt sein. Der Forex Broker ist im Grunde nichts anderes als ein solcher Online Broker, nur dass durch diesen die Teilnahme am Devisenhandel und nicht am Wertpapierhandel ermöglicht wird. Das benötigte Handelskonto ist kostenlos und wird oftmals um ein Demo-Konto ergänzt, mittels dessen die Funktionalität und Handhabung der Trading Tools ausprobiert werden können.

Dem Forex Broker kommen im Bereich des Devisenhandels drei wesentliche Hauptaufgaben zu: Erstens ermöglicht er dem Anleger durch die Nutzung des Handelskontos die Teilnahme am Devisenhandel. Zweitens stellt der Forex Broker auf seiner Handelsplattform zahlreiche Statistiken und Reports zur Verfügung, zum Beispiel aktuelle Devisenkurse, die den Trader mit wichtigen Informationen verfügen.

Diese Funktion ist bei Forex Brokern deshalb wichtig und hervorhebenswert, da der Handel mit Devisen vornehmlich intraday erfolgt die schnelle Reaktionsfähigkeit des Traders noch mehr gefordert ist als beim Aktienhandel. Über die Handels- bzw. Trading Plattform kann sich der Anleger über Wechselkurse und Finanznachrichten informieren, sein Konto selbständig verwalten und natürlich Kauf- oder Verkaufsaufträge zum Handel einstellen. Die dritte Hauptaufgabe des Forex Brokers ist das zur Verfügung stellen von Kapital, denn der Handel mit Devisen ist erst ab einer gewissen Handelssumme von meistens 10.000 Euro als Gegenwert möglich. Erst durch die zur Verfügungstellung von Handelskapital ermöglichen die Forex Broker ihren Kunden das, was Forex im Kern ausmacht: den sogenannten Hebelhandel. Der Hebel oder (engl.) „Leverage“ vervielfachen die Wirkung des eingesetzten Kapitals. Üblicherweise liegt dieser Hebel beim Faktor 200:1 bis zu 500:1. Bei einem Hebel von 200:1 kann der Trader eine 200-Mal höhere Menge an Kapital bewegen, als er selber auf seinem Handelskonto deponiert hat. Verfügt der Trader also beispielsweise über 1.000€ auf seinem Forex Konto, so kann er mit Devisen im Wert von 200.000€ spekulieren und so Profite erzielen, wie dies mit 1.000€ niemals möglich wäre.

Fachbegriffe die jeder FX Trader kennen sollte

Das nimmermüde Streben nach immer höheren Renditen seitens der Finanzbranche hat in der Vergangenheit immer neue, teilweise hochkomplexe und nur schwer nachvollziehbare Finanzprodukte hervorgebracht. Auch wenn der Handel mit Devisen auf eine lange Tradition zurückblicken kann, sollte man die Bedeutung einiger wichtiger Begriffe kennen, bevor man mit dem Handel beginnt. Die vier wichtigsten Begriffe rund um das Forex Trading sind: Leverage, Margin, Spread und Pips.

Der Leverage, oder auch Hebel, bildet die Grundlage für die enormen Gewinnchancen, aber auch für die Möglichkeit von Verlusten beim Devisenhandel. Hinter dem Hebel steckt nichts weiteres als eine zinslose Kreditvergabe des Forex Brokers an seinen Anleger. Wird beispielsweise ein Hebel von „200:1“ angeboten, dann bedeutet dies die Möglichkeit mit einem 200-mal so hohen Betrag zu handeln, als man eigentlich auf seinem Handelskonto besitzt. Wer als Anleger beispielsweise 1.000€ investieren möchte, kann durch die Hebelwirkung mit 200.000€ Gegenwert handeln. Dies macht den Forexhandel so interessant, da auch minimalste Kursveränderungen, die bei bloßen 1.000€ Handelsvolumen kaum sichtbare Folgen für den Trader hätten, plötzlich signifikante Gewinne bedeuten.

Die Margin kann auch als Sicherheitsleistung bezeichnet werden. Im Beispiel wären die 1.000€ eigener Einsatz des Anlegers die Margin. Der Forex Broker fordert für das Verleihen des Kapitals eine Sicherheitsleistung vom Anleger, welche in diesem Fall 0,50% beträgt. Denn um 200.000€ handeln zu können, muss der Anleger 1.000€ als Margin auf dem Handelskonto deponieren.

Beim Spread handelt es sich um nichts anderes als die Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs – analog zum „Brief-“ bzw. „Geldkurs“ bei Aktien – einer Währung. Viele Anleger dürfte die unterschiedliche Preisnotierung bereits aus dem Kauf von Sorten bekannt sein, wenn im Urlaubsland eine Fremdwährung eingetauscht wird. Hier bekommt man beim Ankauf der fremden Währung stets einen schlechteren Kurs als beim späteren Verkauf. So wie der Spread die Gebühr an die Wechselstube darstellt, bedeutet er beim Forex Trading die Gebühr des Traders für die Nutzung der Handelsplattform an den Forex Broker.

Bei dem Pip handelt es sich um die kleinstmögliche Kursänderung bei einem Devisenkurs. Der Kurs des Dollars im Vehältnis zum Euro wird zum Beispiel wie folgt dargestellt: 1,2345 US-Dollar (für einen Euro). Der Pip ist in diesem Fall die vierte Nachkommastelle, also ein Tausendstel. Eine Veränderung des Kurses von drei Pips würde demnach bedeuten, der Eurokurs steigt auf 1,2342 US-Dollar oder fällt auf 1,2348 US-Dollar.

Chancen und Risiken des Forex Trading

Wie bei jeder spekulativen Investition ist auch beim Forex Trading das Chancen- und Risikenverhältnis abzuwägen. Jedem Anleger sollte bewusst sein, dass das investierte Kapital auch verloren werden kann. Diesem hohen Risiko stehen auf der anderen Seite Chancen auf sehr hohe Gewinne gegenüber. Durch den Hebeleffekt, der dazu führt dass Anleger das 50- bis 400-fache ihres eigenen Kapitals in Devisen handeln können, werden erzielte Gewinne natürlich erheblich potenziert, auf bis zu 40.000%. Falls man beispielsweise den Schweizer Franken gegen den Euro kauft und der Franken erzielt einen Kursgewinn von 2%, wäre das bei einem Hebel von 100:1 auf das eingesetzte Kapital des Anlegers übertragen ein Gewinn von 200%. Hätte man in diesem Fall zum Beispiel 200€ eingesetzt, würde man beim Verkauf des US-Dollars nach dem Kursanstieg von 2% insgesamt 600€ zurückerhalten – ein satter Gewinn von 400€! Zu den wichtigsten Währungen beim Forex Trading zählen US-Dollar, Euro, Schweizer Franken, Britische Pfund und Japanische Yen. Diese fünf Hauptwährungen nehmen fast 85% des gesamten globalen Handelsvolumens ein.

Wussten Sie eigentlich, dass die Deutsche Bank mit einem geschätzten Marktanteil von 16% – dies entspricht einem täglichen Handelsvolumen von 636.800.000.000 US-Dollar – der weltweit größte Forex Trader ist?

Wie Sie mit Forex Trading von der Finanzkrise profitieren können

Der Devisenhandel ist nicht für Anleger geeignet, die auf sichere Anlagen und langfristigen Kapitalaufbau setzen wollen. Vielmehr handelt es sich beim Forex Trading um ein spekulatives Finanzinstrument, weshalb man auch nicht von einer Geldanlage sprechen sollte. Allerdings sind neben den hohen Risiken auch die sehr hohen möglichen Gewinne reizvoll. Daher sollte man das Handeln mit Devisen im Grunde als eine Art Wette ansehen und nur Kapital einsetzen, auf welches man notfalls auch „verzichten“ könnte. Wer sich jedoch, und gerade in Zeiten besonders volatiler Wechselkurse, wie der aktuellen Finanzkrise, mit dem Online Devisenhandel auseinandersetzt, dem eröffnen sich Renditechancen wie bei keinem anderen Finanzinstrument.

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