Gold wandert wieder nach Deutschland

Viele wussten es wahrscheinlich nicht. Der deutsche Notgroschen, die Goldreserven lagen bisher großteils im Ausland. Seit dem letzten Jahr ist die Bundesbank damit beschäftigt, das Gold wieder ins Land zu holen.

Diese Rückholaktion des deutschen Staatsschatzes ist ein Langzeitprojekt. Bis zum Jahr 2020 soll es dauern, bis die Goldreserven wieder in den Kellern der Frankfurter Bundesbank lagern. Zumindest ist geplant, bis zu diesem Zeitpunkt rund die Hälfte der deutschen Reserven zurück nach Deutschland zu bringen. Das bedeutet, dass in summe 674 Tonnen des gelben Edelmetalls zu bewegen sind.

Die Menge an in Deutschland lagernden Goldbarren hatte sich nach 2013 auf ein Drittel reduziert. Aus historischen Gründen hat jahrzehntelang die Bundesbank ihre Reserven in Tresoren in Paris, London und New York aufbewahrt.

Zu Anfang kamen nur 37 von den 674 Tonnen Gold in Deutschland an. Der logistische Aufwand und die hohen Sicherheitsstandards sind die Gründe dafür. Für dieses Jahr gibt es noch keine Zahlen, wieviel Goldbarren den Weg bis nach Deutschland gefunden haben. Geplant waren 30 bis 50 Tonnen aus New York und 50 Tonnen aus Paris zu holen.

Der deutsche Goldschatz wurde im Laufe des Nachkriegs-Wirtschaftswunders aufgebaut, in den 50er und 60er Jahren. Die hohen Exporterlöse brachten viele Dollars ins Land. Diese wurden gegen Goldforderungen bei der US-Zentralbank eingetauscht.

Dabei ist eine respektable Summe zusammen gekommen. Deutschland verfügt heute über den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Die deutsche Goldreserve hat einen Marktwert per Ende November von 105 Milliarden Dollar. Den größten Goldschatz hat die USA. Angesichts der Bedrohung aus dem Osten, war es politisch damals durchaus gewollt, die Reserven „in den Westen“ zu schaffen.

Der pariser Standort soll aufgegeben werden. Auch deshalb, da in Frankreich mit dem Euro die gleiche Währung eingesetzt wird. Das Argument, dass Gold im Krisenfall stets gegen Devisen eingetauscht werden kann, hat keine Gültigkeit mehr. Anders in New York und London. Aus London soll nichts abgezogen werden. Aus New York nur ein Teil. Der deutsche Notgroschen bleibt geografisch weiter breit gestreut.

Quelle: boerse.ARD.de, 22.12.2014

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